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Frisch gestrichen!

Andere Länder, andere Farben – nach drei Monaten Arbeitszeit erstrahlt unsere Schule in Nigeria ganz neu in wunderbaren warmen Erdtönen.
Anders als auf der nördlichen Erdhalbkugel, sind weiß gestrichene Häuser in Nigeria keine ganz so gute Idee – das durften wir am Beispiel der Holy Trinity School in Nigeria erfahren.
Der Farbe Weiß wird im Allgemeinen eine kühlende Wirkung zugeschrieben. Daher scheint sie die ideale Fassadenfarbe für die Häuser in heißen Ländern zu sein. Laut Farbpsychologie verkörpert die weiße Farbe zusätzlich genau die Werte, die es in einer Schule braucht – nämlich Sauberkeit, Ordnung, Leichtigkeit, Sachlichkeit und Klarheit.
Die psychologische Wirkung der Farbe Weiß steht allerdings in großem Kontrast zur Farbwirkung des nigerianischen Bodens. Der Erdboden in Nigeria ist meistens rot oder schwarz. Sogar im Landeswappen steht das Schwarz für „den guten Boden“. Diese Tatsache vermindert die Leuchtkraft weiß gestrichener Häuser enorm.
„Facelift“
Nach einigen Jahren war es nun an der Zeit, das Schulgebäude wieder auf Vordermann zu bringen. Das Streichen der Fassaden und die übrigen Renovierungsarbeiten wurden von April bis Juni durchgeführt. Dabei wurden sämtliche Fenster und Türen erneuert, Zimmerdecken ausgebessert sowie Einrichtungsgegenstände wie Sessel, Stühle und Tafeln restauriert.
Jetzt erstrahlt die gesamte Schule wieder in wunderschön gedeckten, erdfarbenen Rot- und Ockertönen.
Schon gewusst?
Dass es wenig Sinn macht, die nigerianischen Häuser weiß zu streichen, ist aber auch der einzige Nachteil der rötlichbraunen oder schwarzen Böden. Denn dunkle Böden sind generell sehr wertvoll. Meistens sind sie fruchtbarer als hellere Erde, da sie große Menge von Humus beinhalten, oder sie sind reich an mineralischen Materialien. Erde mit einem rötlichbraunen Farbton hat einen größeren Anteil an Eisenoxid, ist gut entwässert, nicht übermäßig feucht – und dadurch umso fruchtbarer.

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